Details

Ein Grittibänz für jeden Kunden

Als freundliche Geste der Dankbarkeit überreichten die Anbieter vor Nikolaustag jedem Kunden einen Grittibänz. Der süsse Gruss mit dem Teigmännli hat eine längere Geschichte.

Die älteste Nachricht aus der Schweiz stammt aus Basel und führt uns ins 14. Jahr hundert zurück: Am 6. Dezem-ber zogen die Schüler mit einem verkleideten Kinderbischof durch die Stadt. Am Schluss erhielten alle einen Wecken aus Weissmehl. «Grätte» und «gritte» bedeuten beide «die Beine spreizen; grätschen». «Bänz» ist eigentlich eine Koseform von «Benedikt», aber weil der Name so häufig war, konnte er für eine männliche Person schlechthin stehen. Der «Grättimaa» oder «Grittibänz» ist also ein Mann mit gespreizten Beinen, und so sieht das Gebäck ja auch tatsächlich aus.